Mitarbeiter von Ford in zwei Automobilwerken in der deutschen Stadt Köln haben am Mittwoch einen Streik begonnen, um gegen die geplanten Kürzungen von Tausenden Arbeitsplätzen an den europäischen Standorten des US-Autoherstellers zu protestieren.
Die Kürzungen bei Ford spiegeln breitere Veränderungen in der Automobilbranche wider, da Unternehmen wie Volkswagen, Nissan und General Motors ebenfalls Arbeitsplätze abbauen – als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz aus China, die schwache Nachfrage und den kostspieligen Übergang zur Elektromobilität.
Die Streikenden versammelten sich vor einem der Werke in Köln mit roten Fahnen und dem Slogan: „Kampf um jeden Arbeitsplatz“.
„Der heutige Streik kostet mehrere Millionen Euro“, sagte Betriebsratsvorsitzender Benjamin Gruschka über den 24-stündigen Produktionsstopp.
„Das tut weh. Ich wäre überrascht, wenn Ford uns nicht schon morgen zu weiteren Verhandlungen einlädt.“
Zur Aussicht auf weitere Streiks sagte er: „Wenn der Arbeitgeber nicht handelt, sind wir bereit für weitere Maßnahmen.“
Das Unternehmen hat sich bislang nicht zum Streik geäußert und eine E-Mail-Anfrage von Reuters nicht beantwortet.
In der vergangenen Woche hatten die Mitarbeiter für einen Streik gestimmt, nachdem Ford im November Pläne bekannt gegeben hatte, etwa 14 % seiner europäischen Belegschaft abzubauen – hauptsächlich in Deutschland.
Die Gewerkschaften fordern das Management auf, alternative Wege zur Umstrukturierung des Unternehmens zu prüfen.