TSMC, der weltweit führende Hersteller von fortschrittlichen Chips für Künstliche Intelligenz, hat rechtliche Schritte eingeleitet und Disziplinarmaßnahmen gegen Mitarbeiter ergriffen, die an einem möglichen Leak von Geschäftsgeheimnissen beteiligt sind. Dies geschah nach der Entdeckung unautorisierter Aktivitäten während einer routinemäßigen Überwachung.

Das taiwanesische Halbleiterunternehmen teilte am Dienstag in einer per E-Mail an Reuters gesendeten Erklärung mit, dass seine „umfassenden und zuverlässigen Überwachungsmechanismen“ eine frühzeitige Erkennung des Problems ermöglichten, was zu schnellen internen Untersuchungen und strengen Maßnahmen gegen die Verantwortlichen führte.

Laut TSMC befindet sich der Fall derzeit vor Gericht, sodass das Unternehmen keine weiteren Details bekannt geben kann.

Früher berichtete Nikkei Asia, dass mehrere ehemalige Mitarbeiter an der Sicherheitsverletzung beteiligt waren, die verdächtigt werden, versucht zu haben, kritisch vertrauliche Informationen über die 2-Nanometer-Chiptechnologie von TSMC zu erlangen.

In der Meldung von Nikkei heißt es, dass noch unklar ist, was die ehemaligen Mitarbeiter genau mit den Informationen vorhatten und ob sie an Dritte weitergegeben wurden. Die Untersuchungen laufen, um das Ausmaß des Lecks und mögliche Beteiligung weiterer Personen festzustellen.

Laut der Website des Unternehmens ist die 2-Nanometer-Chiptechnologie von TSMC die fortschrittlichste in der Halbleiterindustrie hinsichtlich Dichte und Energieeffizienz.

Der Auftragsfertiger für Halbleiter, der mit führenden Kunden wie Nvidia, Apple und Qualcomm zusammenarbeitet, betonte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verstößen gegen Geschäftsgeheimnisse und erklärte, dass er die Verantwortlichen vor Gericht verfolgen will.

Kürzlich erhielt TSMC einen Auftrag von Nvidia zur Produktion von 300.000 H20-Chipsätzen.